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| Sieben Monde von Jan Josef Liefers
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| Rezensionen: | | > Als Peter Fratzschers okkulter Thriller Sieben Monde 1998 in die Kinos kam, befand sich die Welle der Mystery-Produktionen gerade weltweit auf ihrem Höhepunkt. Insofern ist es alles andere als überraschend, dass man beinahe in jedem Moment der Werwolf-Geschichte das Bemühen ihrer Macher spürt, mit der amerikanischen Konkurrenz mitzuhalten. In manchen Momenten gelingt dies Fratzscher und seinem Drehbuchautor Nils-Morten Osburg sogar, doch insgesamt kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass hier ein Trend ausgenutzt werden sollte.
Die Story von Sieben Monde besteht letztlich nur aus den Versatzstücken des Genres, zu denen eine besonders blutige Mordserie genauso wie die bedrohte Schöne, die selbstgefälligen Polizisten, die sinistren Nebenfiguren und der mit seinem Schicksal ringende Held gehören. Fratzscher und Osburg variieren diese klassischen Elemente nur minimal. Alles bleibt erkennbar oder zumindest erahnbar, und mit größeren Überraschungen muss man nicht rechnen. Allerdings geht es dem Regisseur und dem Autor darum auch nicht. Sie setzen vor allem auf Atmosphäre, die sich aber nur in einzelnen Szenen einstellt.
Der von Jan Josef Liefers gespielte Nachwuchsschriftsteller Thomas Krömer, der durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in eine besonders spektakuläre Mordserie verwickelt wird und schließlich selbst glaubt, er sei ein Werwolf, erinnert entfernt an all die kaputten, von (Selbst-)Zweifeln zerfressenen Helden des Film Noir. Diese an sich reizvolle Idee -- schließlich kann man einen großen Teil der amerikanischen Mystery-Filme und -Serien durchaus als zeitgenössische Variationen der Schwarzen Serie verstehen -- verschenken Fratzscher und Osburg allerdings an eine wohlfeile, aber völlig unangemessene Selbstironie. Sie haben scheinbar ihrer eigenen Geschichte und ihren Ideen nicht getraut und sie deswegen selbst nicht ernst genommen. Nur zerstören sie damit selbst die düstere Stimmung, die gelegentlich aufscheint. Da auch Jan Josef Liefers, Ulrich Mühe als mysteriöser Experte für Mythen und Aberglauben genauso wie Christoph Waltz und Peter Lohmeyer als Polizisten immer wieder dazu neigen, ihre Rollen zu überziehen, landet Sieben Monde schließlich im Niemandsland zwischen Mystery und Parodie. --Sascha Westphal > > | | | © 1998-2001 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften | |
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