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| Kranke Geschäfte. Wie die Pharmaindustrie uns manipuliert (Taschenbuch) von Markus Grill
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| Rezensionen: | | Wenn die Geschäfte gut gehen, dann läuft es sprichwörtlich "wie geschmiert". Dass es sich dabei nicht nur um eine Redensart handelt, sondern tatsächlich überall "geschmiert", getrickst, betrogen wird, zeigen die mittlerweile im Wochentakt aufgedeckten Wirtschaftsskandale zur Genüge. Wohin man seinen Blick auch wendet: Korruption. Die Pharmaindustrie macht hier keine Ausnahme, wie Markus Grill uns inKranke Geschäftenoch einmal anschaulich Augen führt.
In der Pharmabranche geht es, wenn man den Ausführungen Grills folgt, nicht nur nicht anders zu als anderswo, das Betrugs- und Manipulationssystem ist hier vielmehr von einer zum Teil ganz besonderen ausgeklügelten Perfidie, woraus sich vielleicht zu einem guten Teil erklären lässt, weshalb dieser Industriezweig weltweit zu den profitabelsten Geschäftsfeldern überhaupt gehört. Und dies nicht etwa nur zu Lasten der Patienten. Denn einen großen Teil der Zeche zahlen die Ärzte! Jedenfalls die rechtschaffenden unter ihnen, und dies dürfte trotz allem, was Grill auch gegen diese Berufsgruppe vorzubringen hat, die Mehrzahl sein. Die Ärzteschaft nämlich kann man -- anders als offenbar die Industrie -- mit gedeckelten Budgets, geminderten Punktwerten, einer ins Absurde ausufernden Belegpflicht oder sogar Strafzahlungen im Fall des Überschreitens ihres Arzneimittelbudgets -- an die immer kürzere Leine nehmen. Die Pharmakonzerne dagegen lassen sich nicht so einfach gängeln, auch wenn sie die Preise für manche ihrer Produkte in noch so atemberaubende Höhen schrauben. Auch das eklatante Missverhältnis zwischen den tatsächlichen Forschungs- und den fälschlicherweise hierunter subsumierten PR-Kosten für neue Medikamente ist nicht justiziabel.
Vieles von dem, was wir in Grills Reportagen lesen müssen, mag in der Sache nicht neu sein. Das ändert aber nichts an den zum Teil sehr detailreich und auch gut belegt geschilderten Fakten! Und es ändert auch nichts daran, dass viele der längst bekannten Missstände -- wie gekaufte Studien und von der Industrie mit klaren Ergebniserwartungen beauftrage wissenschaftliche Fachpublikationen -- trotz vielfältiger Anstrengungen von Wissenschaftsverbänden und Verlagen nur sehr schwer auszuräumen sind. Und ob wir wohl standhaft geblieben wären, hätte man uns für einen saftigen Verriss von Grills Arbeit -- auch so etwas soll vorkommen -- nur eine ordentliche Summe geboten? Wir wollen es hoffen! --Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
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| Siehe auch folgende Artikel: |
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|  | | Der Pharma-Bluff von Marcia Angell Die Pharmaindustrie. Einblick - Durchblick - Perspektiven von Dagmar Fischer Die Gesundheitsmafia. Wie wir als Patienten betrogen werden von Marita Vollborn Big Pharma von Jacky Law
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